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Garnelenbecken einfahren: Schritt für Schritt

Ein Garnelenbecken einzufahren ist vergleichbar mit dem Einfahren eines normalen Aquariums, aber Garnelen sind empfindlicher gegenüber Schwankungen der Wasserwerte als die meisten Fische. Mit diesen Schritten vermeiden Sie einen Fehlstart.

Warum Einfahren notwendig ist

In einem neuen Aquarium fehlt die Bakterienkultur, die Ammoniak (aus Ausscheidungen und Futterresten) in das viel weniger schädliche Nitrat umwandelt. Ohne diesen Kreislauf kann ein Ammoniak- oder Nitritpeak entstehen, der für Garnelen tödlich ist – sie sind hier noch empfindlicher als Fische.

Schritt 1: Bodengrund und Bepflanzung

Garnelen fühlen sich in einem dicht bepflanzten Aquarium mit vielen Verstecken am wohlsten. Verwenden Sie vorzugsweise In-Vitro Pflanzen – diese sind 100% frei von Pestiziden, die für Garnelen tödlich sein können, im Gegensatz zu Topfpflanzen, die manchmal Rückstände enthalten. Moos wie Javamoos ist beliebt: Es bietet viele Verstecke und sammelt Biofilm, von dem sich junge Garnelen ernähren.

Schritt 2: Aquarium füllen und Filter starten

Füllen Sie das Aquarium mit Wasser und starten Sie den Filter. Verwenden Sie einen Schwammfilter oder einen Filter mit feinmaschigem Vorfilter – Garnelen und besonders junge Garnelen werden sonst in den Filter gesaugt.

Schritt 3: Den Kreislauf laufen lassen

Lassen Sie das Aquarium mindestens 3 bis 4 Wochen laufen, bevor Garnelen eingesetzt werden. Testen Sie wöchentlich auf Ammoniak, Nitrit und Nitrat. Erst wenn Ammoniak und Nitrit auf 0 sind und eine messbare Menge Nitrat vorhanden ist, ist das Becken sicher.

Möchten Sie diesen Prozess beschleunigen? Eine Handvoll Substrat oder Dekoration aus einem gesunden, eingefahrenen Aquarium (von Ihnen selbst oder einem Bekannten) hilft der Bakterienkultur, schneller in Gang zu kommen.

Schritt 4: Wasserwerte überprüfen

Neben Ammoniak, Nitrit und Nitrat sind zwei Werte für Garnelen besonders wichtig:

  • GH (Gesamthärte): Die meisten Neocaridina-Arten wünschen eine GH zwischen 6 und 8. Caridina-Arten (wie Crystal Red) bevorzugen hingegen weicheres Wasser, mit einer GH zwischen 4 und 6.
  • KH (Karbonathärte): Sorgt für einen stabilen pH-Wert. Eine zu niedrige KH lässt den pH-Wert stark schwanken, was Garnelen schlecht vertragen.

Sind Sie unsicher bezüglich der Wasserwerte Ihres Leitungswassers? Lassen Sie sie testen oder fragen Sie im Geschäft um Rat – wir helfen Ihnen gerne dabei, die am besten geeignete Art für Ihr Wasser zu finden.

Schritt 5: Die ersten Garnelen hinzufügen

Fügen Sie Garnelen immer tropfenweise (Drip-Akklimatisierung) und nicht auf einmal hinzu. Garnelen reagieren empfindlich auf plötzliche Änderungen der Wasserwerte, und ein zu schneller Übergang kann bereits ausreichen, um sie zu schwächen.

Beginnen Sie mit einer kleinen Gruppe von 10 bis 15 Garnelen, wie Fire Red, Orangen oder Gelben Garnelen – alle drei robuste Neocaridina-Arten, die in der letzten Einfahrphase einiges vertragen.

Häufig gemachte Fehler

  • Zu schnelles Hinzufügen von Garnelen, bevor das Becken vollständig eingefahren ist.
  • Verwendung kupferhaltiger Produkte oder Medikamente – dies ist bereits in geringen Dosen tödlich für Garnelen.
  • Ein Filter ohne Vorfilter, wodurch Garnelen angesaugt werden.
  • Zu wenige Verstecke, wodurch sich Garnelen unsicher fühlen und sich langsamer vermehren.

Bereit zum Start?

Sind Sie unsicher, welche Garnelenart am besten zu Ihren Wasserwerten und Ihrem Aquarium passt? Besuchen Sie uns gerne in unserem Geschäft in Heinkenszand oder stellen Sie Ihre Frage per Chat – wir helfen Ihnen gerne weiter.

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